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Klassik-Kolleg



  

Goethe-Schiller-Denkmal                                   

Das Klassik-Kolleg ist eine Einrichtung des Forschungszentrums Laboratorium Aufklärung und der Klassik Stiftung Weimar. Es wurde konzipiert für Studierende und Nachwuchswissenschaftler der Literaturwissenschaft an deutschen und ausländischen Universitäten, die dem kulturellen Erbe der Weimarer Klassik, den Themen von Aufklärung und Moderne nachspüren wollen und in Weimar zu fächerübergreifenden Gesprächen zusammenkommen möchten. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Klassik-Kollegs stehen sämtliche Einrichtungen der Klassik Stiftung offen: Museen, Schlösser und Parkanlagen, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek sowie das Goethe- und Schiller-Archiv.

Im Rahmen des Klassik-Kollegs bilden drei, höchstens vier germanistische Universitätsinstitute bzw. diese vertretende Dozenten einen Verbund. In der Regel sollten zwei Institute an ausländischen Universitäten angesiedelt sein. Das deutsche Institut übernimmt in Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle der Klassik Stiftung/des Forschungszentrums die Federführung. Die beteiligten Seminare bzw. Kooperationspartner aus Halle und Jena können am Kolleg alternierend teilnehmen und kooperierende Institute bzw. Universitäten aus dem In- und Ausland vorschlagen.

Während der ersten Kolleg-Phase im Wintersemester bzw. Sommersemester (je nach Termin der Kollegphase) bieten Dozenten der kooperierenden germanistischen Institute an ihren jeweiligen Standorten curricular identische/ähnliche Veranstaltungen an. Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltungen sollten Fragestellungen zur Literatur der Weimarer Klassik, zur Aufklärung und/oder Moderne und ihren kulturhistorischen Kontexten stehen. Im folgenden Semester reisen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der drei Lehrveranstaltungen dann für bis zu 5 Tage nach Weimar, um hier die begonnene Arbeit gemeinsam fortzusetzen und die vielfältigen Angebote der Klassik Stiftung zu nutzen.
An der Kollegphase in Weimar können ca. 15 Studierende bzw. Nachwuchswissenschaftler teilnehmen. Die kooperierenden Universitätsinstitute sollten eine paritätische Verteilung der zur Verfügung stehenden Kollegplätze anstreben. Jeder Dozent sollte ca. 4 Teilnehmer mitbringen.

 


Klassik Kolleg 2014 (8.-12.September)
ITALIENREISEN

mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Friedrich-Schiller-Universität Jena (PD Dr. Stephan Pabst), der Universität »Tor Vergata« Rom (Prof. Dr. Gabriella Catalano) und der Universität Bergamo (Prof. Dr. Elena Agazzi)

Auch 2014 bietet das Klassik Kolleg internationalen Studierenden die Möglichkeit, Aspekte der Weimarer Klassik gemeinsam näher zu untersuchen. Studierende aus Jena, Rom und Bergamo werden in Weimar über Italienreisen(de) und Reiseberichte des 18. Jahrhunderts diskutieren. Zeugnisse der Italienbegeisterung der Weimarer Gesellschaft, wie beispielsweise Goethes Sammlungen im Wohnhaus am Frauenplan, sein Reisetagebuch von 1786 und das Römische Haus im Park an der Ilm, werden im Zentrum des umfassenden kulturellen Begleitprogramms stehen.

Hier finden Sie das Programm des Klassik Kollegs 2014.


Klassik Kolleg 2013 (11. bis 15. März 2013)
GOETHE ALS ÜBERSETZER UND ÜBERSETZTER: THEORIE UND PRAXIS DER ÜBERSETZUNG UM 1800


mit Teilnehmern von der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Prof. Dr. Edoardo Costadura, Prof. Dr. Olaf Müller), der Universität Paris-Sorbonne (Prof. Dr. Gerard Laudin, Sophie Picard) und der Universität Udine (Dr. Elena Polledri)

Das Kolleg 2013 brachte Teilnehmer aus drei verschiedenen Nationen zusammen: Deutschland, Frankreich und Italien. Passend zur internationalen Ausrichtung des Kollegs stand auch ein nationenübergreifendes Thema im Vordergrund: Das Kolleg beschäftigte sich mit der Theorie und Praxis der Übersetzung um 1800. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Übersetzungen von Goethes Werken in andere europäische Sprachen sowie Goethes eigene Übersetzertätigkeit. Diskutiert wurde beispielsweise Friedrich Schleiermachers Übersetzungstheorie und Goethes Übersetzung von Diderots "Le Neveu de Rameau". Ergänzend wurden auch Zeitgenossen Goethes betrachtet, etwa die Übersetzung von Mozarts Opern für die Pariser Opernbühne.

An den Nachmittagen lud ein abwechslungsreiches Führungs- und Gesprächsangebot dazu ein, die verschiedenen Einrichtungen der Klassik Stiftung näher kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.


 Klassik Kolleg 2012 (22.-26. Oktober 2012)
ILLUSION UND TRAGIK: SCHILLERS INSZENIERTE GESCHICHTE


mit Teilnehmern von der Universität Jena (Jun.-Prof. Dr. Nina Birkner), der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Prof. Dr. Fulda) und der Universität Sorbonne/Paris (Prof. Dr. Gerard Laudin)

Der Schwerpunkt des Klassik Kollegs 2012 lag auf Friedrich Schiller, der seit jeher als "Dichter der Geschichte" unter den Weimarer Klassikern gilt. In der Tat erproben seine Dramen immer neue Modelle des geschichtlichen Prozesses. Seine dazwischen entstandene Historiographie führt zudem auf eine seinerzeit neuartige Weise vor, wie sich Geschichte erzählen und dadurch erklären lässt. Das Klassik-Kolleg 2012 spannte einen Bogen vom ersten Versdrama Don Karlos (1787) bis zum letzten Dramenfragment Demetrius. Im Zentrum stand Schillers größtes und geschichtsbildlich ergiebigstes Drama, die Wallenstein-Trilogie (1798/99). Sie wurde in ihren Bezügen zu Schillers stofflich entsprechender Historiographie, der Geschichte des dreyßigjährigen Kriegs (1791-1793), ebenso analysiert wie ›Don Karlos‹ im Zusammenhang mit der Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande (1788).

Während die Vormittage dem wissenschaftlichen Austausch gewidmet waren, stand nachmittags die Erkundung Weimars auf dem Programm. Mit Führungen durch einschlägig kundige Mitarbeiter konnten verschiedene Häuser der Klassik Stiftung besucht werden, wie z.B. das Stadtschloss oder das Wittumspalais. In der Herzogin Anna Amalia Bibliothek wurden die Aufgaben einer modernen Forschungsbibliothek und die Berufsperspektiven für Akademiker im Bibliotheksbereich diskutiert; eine Führung durch das nach Sanierung wiedereröffnete Goethe- und Schiller-Archiv erlaubte nicht nur Einblicke in die Arbeit der Archivare, sondern auch in originale Handschriften.


 Klassik Kolleg 2011 (14.-18. März 2011)
KLASSIK, ROMANTIK. ZUR EPOCHENDISKUSSION DER DEUTSCHEN LITERATUR UM 1800.


mit Teilnehmern von der Universität Jena und der Sorbonne Nouvelle, Paris

Das Kolleg 2011 beschäftigte sich mit dem Klassik‐Begriff und mit der Verbindung von Klassizismus und Romantik im Blick auf die deutsche Literatur um 1800. Es ging insbesondere um die Bedeutung und den heuristischen Wert dieser Epochen‐ und Stilbegriffe. Teilgenommen haben zwei studentische Gruppen und deren Dozenten aus Paris und Jena. Die Jenaer Gruppe unter Leitung von Stefan Matuschek hat sich im vorausliegenden Wintersemester in einem Masterseminar mit aktuellen Forschungsbeiträgen zu diesem Thema vorbereitet; die französische Gruppe hat sich ihrerseits in Lehrveranstaltungen präpariert, unter  Leitung ihres Dozenten, Stéphane Michaud von der Sorbonne Nouvelle.


Das Kolleg bot die Mögichkeit mit französischen Wissenschaftlern, Doktoranden und Studenten ins Gespräch zu kommen, ermöglichte den Teilnehmern, auf dem Kolleg einen eigenen Forschungsvortrag zu halten, gerade auch weil sich thematische Bezüg zu eigenen Arbeiten ergeben haben sowie es den Studenten und Doktoranden einen international komparatistischen Aspekt vermittelte. Vormittags widmete man sich der Diskussion und wissenschaftlichen Auseinandersetzung - an den Nachmittagen wurden unter einschlägiger Führung die verschiedenen Einrichtungen der Klassik Stiftung Weimar besucht.

Programm des Klassik-Kollegs 2011


Impressionen

R.goethesgarten  R.seminar1  R.pause1
R.Seminar2  R.Michaud  P1080439