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Modell "Romantik"


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Seit dem Sommersemester 2012 arbeiten Mitglieder des Forschungszentrums "Laboratorium Aufklärung" in Zusammenarbeit mit internen und externen Kollegen an dem Projekt Modell "Romantik", das als ein DFG-Graduiertenkolleg realisiert werden soll. Die Antragsskizze wurde im Februar 2014 positiv begutachtet und das Projektteam arbeitet an dem Vollantrag.

Inhaltliche Ausrichtung


Die Präsenz der Romantik ist ein markantes europäisches und transatlantisches Phänomen. Bis in die Gegenwart finden Aktualisierungen in diversen Bereichen der Weltdeutung, Selbstbeschreibung und der Lebensvollzüge statt. Das Kolleg will solche Tradierungsprozesse auf einer methodisch neuen Grundlage erforschen und untersuchen, inwieweit vom 19. bis zum 21. Jahrhundert durch idealisierende, reduzierende und abstrahierende Repräsentationen ein "Modell Romantik" herausgebildet wurde, das Denk-, Handlungs- und Darstellungsmuster zur Verfügung stellt. Die Konzentration auf Strukturähnlichkeiten ermöglicht die Analyse verschiedener gesellschaftlicher Bereiche (Religion, Naturwissenschaften, Künste, Alltagsleben) und verschiedener Kulturen. Erwartet wird, dass die Frage nach der modellierenden Rezeption von Romantik die interdisziplinäre Arbeit in neuer Weise fundiert und dabei Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen verschiedenen Formen der Adaption klarer benennbar werden. Das Zusammenspiel von thematischer Einheit und Varianz ist eine ideale Voraussetzung für das Format "Graduiertenkolleg" und schult die Reflexivität der Doktorand/innen im interdisziplinären Zusammenhang. Die Auseinandersetzung mit einem gleichermaßen der Hoch- wie der Alltagskultur zugehörenden Begriff legt es nahe, die Förderung innovativer Einzelstudien mit einem praktischen Ausbildungsprogramm zu verbinden. Projekte und Hospitationen in Dichterhäusern, Museen, im Städtemarketing und Kulturjournalismus ermöglichen die konkrete Arbeit mit Romantik-Modellen und sollen Transferperspektiven und -prozesse zwischen Forschung und außeruniversitären Kontexten fördern. Das Kolleg, das strukturell auf die Erfahrungen der bis Ende 2013 laufenden Doktorandenschule "Laboratorium Aufklärung" aufbaut, versteht sich als grundlegend neuer Beitrag zur Erforschung des weit über die kulturelle Identität des Standorts hinaus für moderne Formen der Sinnkonstruktion und Subjektformierung zentralen Begriffs und Modells "Romantik".

Beteiligte Wissenschaftler der FSU


Sprecher: Prof. Dr. Stefan Matuschek (vergleichende Literaturwissenschaft)

Prof. Dr. Dr. Olaf Breidbach (Wissenschaftsgeschichte)

Prof. Dr. Edoardo Costadura (Romanistik)

Prof. Dr. Gisela Mettele (Geschichte)

Prof. Dr. Dirk von Petersdorff (Germanistik)

Juniorprof. Dr. Tilman Reitz (Soziologie/Philosophie)

Prof. Dr. Hartmut Rosa (Soziologie)

Prof. Dr. Miriam Rose (Theologie)

Prof. Dr. Caroline Rosenthal (Amerikanistik)

Prof. Dr. Christiane Wiesenfedt (Musikwissenschaft)

Kontakt und Information

Dr. Sandra Kerschbaumer


Dr. Paula Wojcik